Hastings 1066
Im Jahr 1066 nChr. sollte eine Schlacht das weitere Schicksal Britannias bestimmen
und die Vorherrschaft der Angelsachsen in England beenden.
Die Schlacht fand am 14. Oktober 1066 zwischen einer angelsächsischen
Armee unter König Harold II. Godwinson von England und einer
normannischen Streitmacht unter Herzog Wilhelm II, dem späteren Wilhelm
I., dem Eroberer statt. Wilhelm, ein Nachkomme Rollo Rolfson, dem
ersten Herzog der Normandie, stellte Ansprüche auf den englischen
Thron, den ihm sein Cousin König Eduard der Bekenner versprochen und
auch Harold selbst zugesagt haben soll. Er focht deshalb die Wahl
Harolds nach Eduards Tod an und bereitete mit dem Segen Papst
Alexanders II. einen Einmarsch in England vor.

Er landetete am 28. September 1066 mit Fußsoldaten, Fernkämpfern und
schwer bewaffneten Reitern in der Nähe von Hastings. Harold, der gerade
in Yorkshire seinen aufständischen Bruder Tostig besiegt und getötet
hatte, eilte in einem Gewaltmarsch herbei und besetzte mit seiner 7 000
Mann starken Armee eine Anhöhe, den Senlac Hill, an der Landstraße von
Hastings nach London, ungefähr 10,5 Kilometer nordwestlich von
Hastings. Harolds Truppen bestanden ausschließlich aus mit Speeren,
Schwertern und Streitäxten bewaffneten Fußsoldaten. Der
Eröffnungsangriff der Normannen konnte den Angelsachsen, die die
feindlichen Pfeile mit einer geschlossenen Front ihrer Schilder
abwehrten, nichts anhaben. Harolds Soldaten schlugen einen Ansturm der
normannischen Reitertruppe zurück, woraufhin eine Abteilung der
normannischen Fußsoldaten floh. Entgegen Harolds Befehl brachen mehrere
Einheiten der angelsächsischen Armee aus ihrer Formation aus und
verfolgten die fliehenden Normannen; sie wurden von nachrückenden
normannischen Truppen umzingelt und vernichtet. Wilhelm nutzte
die mangelnde Disziplin der angelsächsischen Soldaten aus, befahl einen
Scheinrückzug und konnte so einen weiteren Teil der angelsächsischen
Truppen schlagen. Entscheidend geschwächt und vor allem auch durch die
tödliche Verwundung Harolds demoralisiert, mussten die Angelsachsen ihre
Stellung am Kamm des Senlac Hill aufgeben. Nur wenige Angelsachsen überlebten
die folgenden Angriffe der normannischen Reitertruppen. Nach der Schlacht zog
Wilhelm nach London, wo er sich am Weihnachtstag des Jahres 1066 zum König
von England krönen ließ. Wilhelms Sieg in der Schlacht von Hastings war der Beginn der Eroberung Englands
durch die Normannen. Gleichzeitig endet hiermit das, was wir als die "Ära der Wikinger"
kennen.
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