Montag, August 22, 2016

Distanzierung von Distanzierungen

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Hallo zusammen, ich habe lange, wirklich lange mit mir gehadert ob ich etwas schreibe, denn das Wespennest ist nicht klein. Ein unschöner Vorfall auf einem Wikingerevent hat wieder die Diskussion zur Unterwanderung der Szene von Rechts angestoßen - und den Ruf nach Distanzierungen. Dem verweigere ich mich, warum möchte ich hier darlegen.

Überblick, für die, die es nicht verfolgt haben, ohne weiter in Detail gehen zu wollen, es gibt 3 Reizpunkte, die das ganze aufkochen liessen:

Auf den Wikingertagen Schleswig wurde ein Darsteller mit einem Schild, schwarz-weis-rot mit dem Motiv eines Kolovrats (danke Alexander Klenner), das im völkisch-esoterischen aber auch neo-rechten Raum sehr beliebt ist, von einer Zeitung abgelichtet. Die Mischung aus Farben und Form sorgten auch schnell für Assoziationen. Dies war der Kristallisationskeim und es wurden auch viele Beispiele gefunden, wo Svastikas Frühmittelalter Rekonstruktionen OHNE Fundzusammenhang zieren!
Auf diesen Sturm der Entrüstung folgte ein Blogpost eines östereichischen Blogs, der dem Bild der Szeneunterwanderung von rechts mit sehr deutlichem, harten Wortlaut entgegen trat. Kommentare dazu waren sehr aggressiv, die Diskussion wurde klar emotional geführt.
Und ein Dritter Faktor ist die Broschüre des AFM Oehrlinghausen, über die Gefahr der Unterwanderung der Szene von rechts, sowohl “Revisionisten” als auch “Gutmenschen” (bitte die “” beachten, überspitzter Begriff, nicht Meinung oder Wertung meinerseits) zitieren und interpretieren anhand dieser Broschüre.

Es gibt aktuell zwei Standpunkte, die verhärtet aufeinenderprallen: Schwarz, der sagt “Da ist ein Nazi auf dem Event gewesen, keinen hats gestört, die Wikiszene hat ein Naziproblem, schaut euch mal an, wie sich die da rauswinden!” und Weiss, der sagt “Ja Moment mal, das ist ja nur eine Anlehnung, kann ja nur ein Zufall sein, es gibt so wenig Motive, es passt auf Schilde so gut, etc…”.
(Es gibt auch noch die Grauen, die normal diskutieren, die sind hier außen vor, sei es PRO oder CONTRA)

Damit kommen wir zum Haupthema: Eigenbeteiligung an der Diskussion und warum verweigere ich mich einer Stellungnahme? Klar kann ich schreiben “Ich distanziere mich von völkisch verbrämten Verhuschtheiten und rassistischem Gedankengut!”. Aber warum? Ich stelle mich auch nicht mit den Worten “Hallo, ich bin der Walter, und ich fresse keine kleinen Kinder!” vor! Wenn ich im Herzen ein verkappter Rassist mit Arierfetisch wäre, wie aus einer Privatsenderproduktion in Spielfilmlänge, könnte ich das auch aus Kalkül auf die Seite packen, nachprüfen kann es keiner und ich kann weiter auf die schönen Spielplätze.

Ich halte meine Seite und meine Darstellung objektiv und realistisch. Das kann jeder selbst prüfen, indem er meine Beiträge liest. Ich werde niemand beschimpfen, ich werde keine Kosenamen für Andersdenkende erfinden und ich werde keine Aussagen/Beurteilungen über andere treffen. Das erachte ich als selbstverständlich! Und, das habe ich mal gelernt: mit Selbstverständlichkeiten wird nicht geworben!.

Deswegen distanziere ich mich von Distanzierungen!

Was ich mir allerdings rausnehme ist, bei solchen Themen, einfach mal hinzugehen und zu Fragen “Horch ermol, in des Schild kann ma ja scho viel reininterpretiern, wos worn nan dei Intention dabei?”
Hätte man in Schleswig auch machen können…

Willkommen

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Das Leben der Wikinger, aufgerollt aus der Sicht eines nörgelnden Waldläufers und Pragmatikers!

Wenn ihr mehr über den Autor wissen möchtet, klickt einfach hier für weitere Infos!

Ansonsten wünsche ich viel Spaß auf der Seite!

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